Kindergottesdienste sind etwas Faszinierendes. Man kann dabei so unterschiedliche Erfahrungen sammeln. In der Dresdner Kreuzkirche gibt es immer wieder andere Kinder. Am 20. April gab es dort
den Konfirmationsgottesdienst. Es waren also vor allem die jüngeren Geschwister der Konfirmanden im KiGo. Ich hatte mir gedacht, ich könne das Thema der Konfirmanden aufgreifen und den KiGo daran
ausrichten. Nun ja - soweit die Theorie; die Praxis gestaltete sich erheblich schwieriger. Die jungen Menschen, die mir dort anvertraut wurden, waren nicht weniger aufgeregt als die Konfirmanden
selbst, hatten Angst, etwas zu verpassen. In solchen Momenten lässt sich inhaltlich eigentlich überhaupt nichts machen und der KiGo mutiert zu einer reinen Kinderbetreuung.
Es gibt aber auch das andere: neugierige Wesen, die sich mit relativ einfachen Mitteln und Formen von der Botschaft Jesu begeistern lassen: Geschichten als Puzzle, als Stationsspiele, als bekannte
Brett- und Kartenspiele, selbsthergestellte Knete und daraus Figuren gebastelt.... die Möglichkeiten sind vielfältig.
Ich finde es wichtig, von alten Mustern wegzukommen, nach dem Motto: "Ich erzähle mal eine Geschichte und dann malen wir ein Bild. Kinder wollen in Bewegung sein; ich nehme Kinder doch nicht aus
der Kirche, damit sie woanders ruhig sitzen müssen.
In den Gemeinden sollten solche Formen möglich sein; in überalterten Innenstadtkirchen ist das schwieriger, weil man kaum mittelfristige Projekte im KiGo anlegen kann - Spaß macht es trotzdem. Und:
auch solche umfangreicheren Projekte kosten die Gemeinde (und das ist wichtig) kaum Geld; Papier- und Kerzenreste sind meist vorhanden.
von Sabine Graul
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