Am vergangenen Freitag gab es in der Dresdner Kreuzkirche "Nachtmusik und Nachtgedanken". Friedrich Schorlemmer sprach über die Bergpredigt. Einer der Sätze beschäftigt mich. Schorlemmer sprach
davon, dass es eine Differenz gäbe zwischen dem, was wir als Christen sein sollten und dem was wir tatsächlich sind.
Dem muss nicht widersprochen werden; die Frage ist nur, wie man diese Differenz verringern kann? Stehen wir als Christen nicht vor der Erfahrung, in unserem Bemühen Christus nachzufolgen, ständig
zu versagen? Es bleibt einem fast nichts anderes übrig, als vom Kirchendach zu springen, oder? Was treibt uns - trotz des Versagens - immer wieder in unserem Bemühen um die Nachfolge an?
Darum auch wir: Weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, alaßt uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns ständig umstrickt, und laßt uns
laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens,
der, obwohl er hätte Freude haben können, das Kreuz erduldete und die Schande geringachtete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes. b Gedenkt an den, der soviel cWiderspruch gegen sich von den Sündern erduldet hat, damit ihr nicht matt
werdet und den Mut nicht sinken laßt. (Hebr 12,1-3)
von Sabine Graul
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