Heute ging durch die Presse, dass Roger Kusch, ehemals Hamburger Justizsenator, seine "Selbstmord-Maschine" fertig habe - ein Automat, der es Menschen ermöglichen soll, zu sterben. Mit einem
einzigen Knopfdruck können Menschen über ihr Leben und ihren Tod entscheiden. Der Automat funktioniert nach dem selben Prinzip wie die Giftspritze in den USA, nur das hier Menschen nicht durch
fremde, sondern durch die eigene Hand sterben. Dazu müsse man nur die Nadel an die Vene setzen und den Knopf drücken.
Kusch selbst bezeichnet diese Maschine als Akt chritlicher Nächstenliebe. Ist es das? Ist es Nächstenliebe, jemanden qualvoll sterben zu lassen? Ich erinnere mich an die zahlreichen Berichte aus
den USA, in denen erzählt wird, welche Pannen bei Hinrichtungen mit der Giftspritze schon aufgetreten sind - dort spritzen erfahrene Menschen. Wie soll jemand, der Ader von Vene nicht unterscheiden
kann, sich, ohne zu leiden, töten.
Es ist kein Akt christlicher Nächstenliebe. Diese Maschine spricht klar gegen das Tötungsverbot aus
Gen 20,13. Wer eine solche Maschine baut
und bauen lässt, macht sich schuldig an Gott und den Menschen.
Schaff uns Beistand in der Not; denn Menschenhilfe ist nichts nütze. (Ps 60,13)
von Sabine Graul
0
empfehlen